Modell des ET 188 701 auf der Drehscheibe Haltepunkt Obstfelderschmiede (Bild: Verein)

1. Rudolstädter Modellbahnclub e.V.

Feldscheune

Scheune1

 

 

Am Anfang steht wie immer eine Idee: Hier ist es eine Feldscheune, wie sie immer wieder in ländlichen Gebieten und auch in alten Werksanlagen zu finden sind

Zur Umsetzung dieser Idee ist eine maßstäbliche Zeichnung sehr von Vorteil. Hier kommt wie schon öfters OpenOffice.org ins Spiel. Dieses bietet ein Vektorgrafik-Programm, mit dem man (ähnlich wie AutoCAD) sehr professionelle Zeichnungen erstellen kann, wie unschwer zu erkennen ist. Grundvoraussetzung ist, daß man die ungefähren Maße einer solchen Scheune kennt, zumindestens eine ungefähre Vorstellung davon hat oder eine Scheune vermessen konnte.

Ausgangsbasis für unsere Feldscheune sind Kiefernleisten 2 x 2mm, wie sie in jedem gut sortierten Modellbauhandel zu finden sind. Conrad sei an dieser Stelle auch mit genannt.

Da das Material relativ weich ist, kann man das Ablängen mit einem Bastelmesser oder ähnlichem vornehmen. Als Vorlage dazu dient unsere vorher angefertigte Zeichnung.

Bild 1: Die Vorbereitung

 

 

 

Nach dem Zuschnitt und dem anschließendem Kantenschliff kann mit dem Zusammensetzen der ”Binder” begonnen werden.

Dazu habe ich die Maße der Binder auf ein “Bastelbrett” übertragen und markante Punkte zum Fixieren der Leisten mit kleinen Nägeln (z.B. “Schwellennägel” gesetzt. Das vereinfacht den Binderzusammenbau erheblich und bringt ein einheitliches Maß für alle Binder.

Zum Verkleben habe ich herkömmlichen Holzleim (Weißleim) verwendet, der ca. 24h zum Aushärten benötigt. Das bedeudet aber, daß man mit dem Zusammenbau der Scheune einen Tag warten sollte.

Scheune2

Scheune3

Scheune4

 

Bild 2 bis 4: Der Binderzusammenbau

Scheune5

 

 

Der Zusammenbau ist etwas heikel, da hier recht viel Fingerspitzengefühl benötigt wird. Als hervorragendes Helferlein hat sich ein Styrodurklotz erwiesen. Die fertigen Binder kann man nach dem Leimauftrag und dem Einsetzten der Querverbindungen auf ihm mit Pins befestigen (Aber Vorsicht: Nicht so viel Leim nehmen, um ein Verkleben der Leisten mit dem Styrodur zu vermeiden)

Bild 5: Der Scheunen-Zusammenbau

 

 

 

Nach dem Zusammenbau sollte noch einmal ein Tag vergehen, bis man das fast fertige Modell auf seinem künftigen Platz zur Probe aufstellen kann. Selbst jetzt wirkt das Modell schon super und könnte auch als Baustellen-Modell schon ein “Hingucker” sein. Als nächstes ist das Dach dran. Verwendbar ist so ziemlich alles . Im Beispiel habe ich Furnier verwendet, welches ich ebenfalls mit Holzleim aufgeklebt habe.

 

 

Scheune6

 

 

 

Bild 6: Unsere Scheunen-Baustelle

Scheune7

 

 

 

Im nächsten Schritt sollte das Modell gealtert bzw. bemalt werden. Ich habe dazu REVELL-Farben verwendet, da Wasserfarben oder Beize eventuelle Leimspuren zu Tage bringen würden. Am besten geeignet hat sich die Rostfarbe (stark verdünnt), wie sie für Rostspuren an Schienen verwendet wird. Nach dem Farbauftrag und dem Trocknen sind noch Betonfundamente von nöten. Diese habe ich kurzerhand aus Styrodur geschnitten angeklebt und später mit grauer Dispersionsfarbe gestrichen. Für das Dach kann man zusätzlich noch Zeitungsstreifen aufkleben und schwarz streichen, um so Dachpappe zu imitieren.

Jetzt ist das Modell für seinen Einsatz bereit.

Update: 07.2006

Da bereits Interesse am Modell bestanden, sowohl H0 als auch TT habe ich die Dateien nachfolgend als Download zur Verfügung gestellt

Download
Feldscheune H0.sxd (OpenOffice.org/LibreOffice/StarOffice-Datei)
Feldscheune TT.sxd (OpenOffice.org/LibreOffice/StarOffice-Datei)