Modell des ET 188 701 auf der Drehscheibe Haltepunkt Obstfelderschmiede (Bild: Verein)

1. Rudolstädter Modellbahnclub e.V.

Beiwagen VB 310 903 der Flachstrecke

(unvollständig - Update folgt)

Modellbau, Text und Fotos: K. Schubert

Im Jahre 1958 kam der Triebwagenanhänger Nr. 5 der Kleinbahn Rennsteig – Frauenwald auf die Flachstrecke der Oberweißbacher Bergbahn. Das kleine Gefährt besaß ursprünglich ein Gepäck- sowie ein Postabteil, wurde aber für den Einsatz zwischen Lichtenhain und Cursdorf zum reinen Sitzwagen umgebaut. Der Beiwagen tat als 310-903 bis 1969 seinen Dienst, musste dann aber nach einem schweren Unfall ausgemustert werden [1].

Als typisches Fahrzeug der dargestellten Epoche darf dieser Beiwagen auf einer Nachbildung der Flachstrecke nicht fehlen. Ein passendes Modell gibt es natürlich nicht im Handel, damit ist Umbau angesagt.

Basis ist der zweiachsige Beiwagen von pmt, den es in verschiedenen Varianten zu kaufen gibt. In der Bastelkiste fanden sich noch zwei Rohgehäuse der Variante mit einem schmalen Stirnfenster sowie ein Dach, welche für den Umbau herangezogen wurden. Im Gegensatz zum pmt-Gehäuse hat der 310-903 Türen an beiden Wagenenden. Weiterhin je ein Fenster in der (ehemaligen) Schiebetür an der Wagenseite. An der führenden Stirnwand befinden sich zwei Fenster, an der triebwagenseitigen der Handbremskurbelkasten. Soweit die Situation, nun hieß es Sägen, Feilen, Kleben…

Zur Darstellung der beidseitigen Eingangstüren wurden die beiden Rohgehäuse an der stirnseitigen Verjüngung passend getrennt und wieder zusammengeklebt. Die entsprechenden Fenster wurden mit PVC-Stücken zugesetzt bzw. neu ausgefeilt.

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Der Handbremskurbelkasten entstand aus einer selbst gefertigten Ätzvorlage und wurde aufwändig zusammengelötet. PVC-Streifen von Evergreen bilden die Tritte und entsprechenden Halterungen nach. Soweit der Rohbau des Gehäuses.

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Am Fahrwerk selbst waren bis auf das Entfernen der Trittstufe zur Schiebetür keine größeren Arbeiten nötig. Lediglich für die neu hinzugekommenen Türen wurde eine entsprechende Aufnahme in den Rahmen gefeilt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit Plastestückchen entstanden die fehlenden Stufen an diesen Türen ebenfalls aus geätzten Messingteilen.

Das Dach wurde unverändert übernommen und nur zwecks Befestigung geringfügig angepasst. Nun endlich konnte der Beiwagen lackiert, beschriftet und zusammengebaut sowie erstmals auf der Modell Hobby Spiel 2015 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Einige kleinere Arbeiten stehen in Zukunft noch an: Griffstangen und Schlussscheibenhalter müssen angebracht werden. Die neue, ebenfalls selbst geätzte Inneneinrichtung harrt ebenfalls noch dem Einbau. Mehr dazu in nächster Zeit an dieser Stelle.

[1] M. Kurth: EK-Reihe Regionale Verkehrsgeschichte Band 19, Die Oberweißbacher Bergbahn, EK-Verlag 1998, ISBN 3-99255-433-9

Update:

Mittlerweile sind nun auch diese Arbeiten erledigt. Lediglich das Interieur (also das Innere) fehlt noch. Aber jetzt schon ist er ein Hingucker.

VB 310903 la    VB 310 ff
Das lackierte unbeschriftete Gehäuse    Erstmals zu sehen auf der hobby modell Spiel 2015 in Leipzig (Bild: K. Schubert)

 

WIRD FORTGESETZT